Aus dem Inhalt
- Worum geht es beim ODA-Wert?
- Offene Fragen bei ODA
- Ergänzender Blick in aktuelle VDI-Richtlinien
- Wie kommt man an den ODA-Wert?
- Die Analyse der Projekte anhand der ODA-Werte
- Ein erstes Resümee
- Empfehlungen der Experten: Was tun bei ODA 3?
- Überschreitung des Schadstoffs Ozon
- Überschreitung des Schadstoffs SO2
- Überschreitung des Schadstoffs NO2
- Überschreitung des Schadstoffs PM10
- Erfahrungen der Air Pollution-Info: Eine Planungs-Katastrophe?
- Zusammenfassung
- Bezugsquelle zur Erstellung der ODA-Werte
- Leseranmerkung: Unmittelbare Umgebung des Lufteinlasses berücksichtigen




Bedeutung und Anwendung des ODA-Werts (Außenluftqualität) in der LüKK
In Zusammenarbeit mit dem Partner Air Pollution-Info aus Frechen, der seit Herbst 2009 exklusiv die in der DIN EN 13779 "Lüftung von Nichtwohngebäuden" geforderten Berechnungen von standortspezifische Außenluftqualitäten (ODA-Wert) durchführt, hat die Redaktion von cci Zeitung erstmals anhand von 31 ausgeführten Projekten eine Statistik über "reale" ODA-Werte erstellt - und hat dabei erstaunliche Ergebnisse herausgefunden. Zu diesen Ergebnissen hat die Redaktion drei Fachleute befragt, welche Luftfilterqualitäten sie zum Einsatz in zentralen RLT-Geräten empfehlen, wenn die ODA-Grenzwerte für Ozon, NO2, SO2 und PM10 ein wenig oder stark überschritten werden.
Worum geht es beim ODA-Wert?
Wer auf Basis der DIN EN 13779 "Lüftung von Nichtwohngebäuden" (2007) RLT- und Klimaanlagen plant, muss sich für eine angestrebte Raumluftqualität IDA (Indoor Air) der Klasse 1 (speziell), 2 (hoch) oder 3 (mittel) entscheiden. Zusätzlich muss für den Gebäudestandort die Qualität der Außenluft ODA (Outdoor Air) als ODA 1 (sauber), ODA 2 (belastet) bis ODA 3 (stark belastet) bestimmt werden. Aus der Verknüpfung zwischen dem ODA- und dem IDA-Wert ergeben sich gemäß Tabelle A.5 im informativen Anhang der DIN EN 13779 die im RLT-Zentralgerät einzusetzenden Luftfilterklassen. Hier gilt das Motto: Je schlechter die Außenluftqualität ODA ist und je besser die Raumluftqualität IDA sein soll, umso aufwendiger muss die Außenluft gefiltert werden.
In der DIN EN 13779 wird der ODA-Wert auf Basis von Vorgaben der WHO (= Weltgesundheitsorganisation) wie folgt definiert:
ODA 1 ist saubere Luft, die nur zeitweise staubbelastet sein darf. ODA 1 gilt, wenn die WHO-Richtlinien (1999) und alle nationalen Normen oder Vorschriften zur Qualität der Außenluft eingehalten werden.
ODA 2 ist Luft mit hoher Konzentration an Staub oder Feinstaub und/oder an gasförmigen Verunreinigungen. ODA 2 gilt, wenn die Verunreinigungskonzentrationen die WHO-Richtlinien oder nationale Normen oder Vorschriften zur Qualität der Außenluft um einen Faktor bis zu 1,5 überschreiten.
ODA 3 ist Luft mit sehr hoher Konzentration an gasförmigen Verunreinigungen und/oder an Staub oder Feinstaub. ODA 3 gilt, wenn die Verunreinigungskonzentrationen die WHO-Richtlinien oder nationale Normen oder Vorschriften zur Qualität der Außenluft um einen Faktor von mehr als 1,5 überschreiten.


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