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16. März 2015 Autor: Thomas Dreher

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Mehr als nur heiße Luft

Abwärme aus industriellen Prozessen, aus Gewerbe und Haushalten steht in großen Mengen zur Verfügung. Wie Abwärme eingesetzt werden kann, um CO2-Ausstoss und Betriebskosten zu senken, war Thema einer Fachtagung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). „Klimaschutz durch Abwärmenutzung – Potenziale, Hemmnisse, Strategien“ hieß die Veranstaltung, zu der am 4. März in die Neue Mälzerei, Berlin, geladen wurde. Mit etwa 100 Teilnehmern war die Fachtagung gut besucht.

„Etwa 10 % der Brennerleistung könnten als Abwärme aus dem Rauchgas zurückgewonnen werden“, führte Dr. Martin Pehnt, Geschäftsführer des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH (ifeu), am Beispiel eines Bäckereiofens aus. (Abb. cci Dialog GmbH)„Etwa 10 % der Brennerleistung könnten als Abwärme aus dem Rauchgas zurückgewonnen werden“, führte Dr. Martin Pehnt, Geschäftsführer des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH (ifeu), am Beispiel eines Bäckereiofens aus. (Abb. cci Dialog GmbH) Die Datenlage ist dünn
Abwärme scheint eine bisher weitgehend ungeliebte Energiequelle zur Bereitstellung von Wärme, Kälte und Strom zu sein. Zur Einordnung wurde ordentlich mit Zahlen hantiert. 225 TWhth/a betrage die theoretisch nutzbare Abwärme in Deutschland. Eine Stromproduktion von 37 TWh/a sei damit möglich, so Guillem Tänzer vom Institut für ZukunftsEnergieSysteme (izes), Saarbrücken, dem Kooperationspartner des BMUB zur Fachtagung. Schnell wurde jedoch deutlich, dass die technisch nutzbare Menge deutlich geringer ist und der ökonomisch wiederverwendbare Teil nochmals deutlich darunter liegt.
Es wurde aber auch deutlich, dass die Datenlage sehr dünn ist. Der Abwärmeatlas Sachsen, den Prof. Clemens Felsmann, TU Dresden, beispielhaft anführte, sei nicht sonderlich belastbar, da Unternehmen oft nur lückenhafte Kenntnisse über ihre Abwärmepotenziale hätten.

Hohe Temperaturen im Fokus
Einig waren sich die Referenten darüber, dass zunächst die Produktionsprozesse optimiert werden sollten, da bereits hier bedeutende Einsparpotenziale schlummern. Erst als letzter Schritt komme dann die Wiederverwendung der Abwärme. Zumeist gingen die Referenten auf Abwärme aus Industrieprozessen wie Glas-, Keramik-, Metall- oder Baustoffproduktion bzw. Kraftwerke ein mit Temperaturniveaus von 250 °C und deutlich darüber. Prof. Michael Arnemann, Vorsitzender des DKV, betrachtete in seinem Beitrag die Möglichkeiten der Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik zur Wärmerückführung. Er bezifferte das theoretische Abwärmepotenzial aus Klima- und Kälteanlagen mit 250 TWhth/a, blieb aber insgesamt bei einer oberflächlichen Betrachtung. Die Verbindung von Abwärme und Sorptionstechniken ließ er außen vor. „Ich muss mich auf 20 min beschränken, dabei könnte ich ein einwöchiges Seminar dazu machen.“, so Arnemann.

Interessant, aber kaum LüKK-relevant
Das Vortragsprogramm bot einen anspruchsvollen und vielschichtigen Einblick in ein bisher wenig beachtetes Feld. Die Zusammenfassung nahm Berthold Goeke, Leiter der Unterabteilung Klimaschutzpolitik des BMUB, gleich bei seiner Eröffnungsansprache vorweg: „Die heutige Veranstaltung ist der Anfang eines Prozesses.“
Für die LüKK boten sich in der Veranstaltung nur wenig Anknüpfpunkte, wärmebetriebene Kälteerzeuger wurden lediglich erwähnt.
Für fortgesetztes Schmunzeln sorgten die Überlegungen der Referenten im Laufe der Vorträge darüber, welcher Begriff korrekterweise zu verwenden sei: Wärmetauscher, Wärmeaustauscher, Wärmeüberträger oder Wärmeübertrager. – Was denken Sie?

© cci Dialog GmbH
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Artikelnummer: cci32783
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Kommentare (1):

Wärmetauscher (trockene Wärme)
Enthalpietauscher (trockene und feuchte Wärme)

Gruß
Donald Herbst
Herbst Technik GmbH
Berlin
Donald Herbst 17.03.2015

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