9. Oktober 2017 Autor: Rolf Grupp

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  • Monitoring belegt: So ineffizient arbeiten Wärmepumpen in der Praxis
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Monitoring belegt: So ineffizient arbeiten Wärmepumpen in der Praxis

Montag ist Markttag. Im Förderprogramm „Modellprojekte im Effizienzhaus Plus Standard“ des Bundesbauministeriums (BMUB) hat das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) beim Monitoring von Wärmepumpenanlagen schlechte Energieeffizienzwerte nachgewiesen.

Rekordabsatzzahlen für Heizungswärmepumpen im Jahr 2016 (Abb. BWP) Rekordabsatzzahlen für Heizungswärmepumpen im Jahr 2016 (Abb. BWP)
Nach einer zweijährigen Monitoringphase wurden für 16 Vorhaben aus den Messwerten die Jahresarbeitszahlen der Wärmepumpen bestimmt (abgegebene Nutzwärme in kWhth im Verhältnis zur eingesetzten elektrischen Energie in kWhel). Resümee des IBP: "Die Arbeitszahlen überwiegend aller Wärmepumpen lieferten im Jahresmittel noch nicht die erwarteten Größen." Angesichts der Ergebnisse klingt diese Aussage noch sehr geschönt, wie der von der Redaktion erstellte Beitrag "IBP-Untersuchung entlarvt erhebliche Mängel bei der Wärmepumpen-Effizienz" zeigt. Diesen Beitrag – inklusive einer Stellungnahme der Redaktion zu möglichen Auswirkungen auf die BAFA-Förderung von Wärmepumpen- lesen Sie in cci Wissensportal unter der Artikelnummer cci60815.
 

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Artikelnummer: cci55243
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Kommentare (2):

Mit Interesse habe ich den Artikel zu den Wärmepumpen gelesen. Es ist leider so mit der praktischen Umsetzung, aber das gilt aber nicht nur für Wärmepumpen, sondern für den gesamten Bereich bei der Umsetzung der Energiewende. Die Umsetzung in der Haustechnik ist häufig ungünstig, sodass das Potenzial der Wärmeerzeuger nicht ausgeschöpft wird.
Ich habe einen Beitrag über ein Wärmepumpenprojekt beigefügt, bei dem im Rahmen eines Feldtests eine hohe Effizienz nachgewiesen wurde (https://cci-dialog.de/branchenticker/2017/downloads/se2010-02-03.pdf und https://cci-dialog.de/branchenticker/2017/downloads/wp-bericht feichtmair.pdf). Das Projekt wurde von uns  im Vorfeld mittels dynamischer Simulation beraten und optimiert. Der Bauherr hat mit diesem Wissen das Konzept konsequent umgesetzt. Dieses Projekt wurde sehr gut messtechnisch erfasst, sodass auch weitere Erkenntnisse zur Haustechnik inklusive der Regelung spannend sind.
Wir haben viele vergleichbare Projekte erfolgreich in Deutschland und der Schweiz realisiert und betreut. In der Regel liegt das Problem weniger an der Hardware oder den Konzepten, sondern in der Motivation der Ausführungsfirmen. Nicht zu vernachlässigen sind in Deutschland auch die vielen Restriktionen durch Vorschriften, die eine einfache Umsetzung von Konzepten erschweren, aber auch die selektive Förderung einzelner Techniken, die wie Modewellen den Markt beeinflussen. Da wurden und werden sicher auch Wärmepumpenprojekte realisiert, die ohne Förderung nicht so umgesetzt worden wären. Für uns steht die Frage im Raum, was bringt eine selektive Förderung von Techniken, die automatisch die nicht geförderten benachteiligt und die Motivation für neue Entwicklungen dämpft.
Der logisch richtige Ansatz für eine Förderung wäre, die Zielerreichung zu fördern und nicht den Weg. Da kommt die Erfolgskontrolle automatisch mit dazu, sodass zeitnah eine Rückmeldung vorliegt, ob die erarbeitete Lösung erfolgreich war oder nicht.

Siegfried Delzer, Delzer Kybernetik GmbH, Lörrach
17.10.2017
Auch ich kann als Sachverständiger nur berichten, dass viele Anlagen nur gebaut wurden weil sie gefördert werden, aber oft nicht effektiv und nutzbringend arbeiten. Viele Rechtsstreite entstehen dadurch, und wir sind voll beschäftigt. Einige wenige Beispiele:

Wohnungslüftungsanlagen mit Luftgeschwindigkeiten über 11 m/s. Dabei wurden die warmen Abluftleitungen vor dem Wärmerückgewinn schön mit diffusionsdichter Wärmedämmung versehen.

Pelletheizung mit ungeeignetem und zu kleinem Lager, das heißt ein Mehrfamilienhaus erhält alle zwei Monate eine neue Pelletlieferung, in einer Hauptstraße einer Großstadt muss dafür in einer Spur der Verkehr eingeschränkt werden. Die Pellets müssen täglich mit einem Rechen so gezogen werden, dass diese von der Förderschnecke erfasst werden. Da es sich dabei um Luxuswohnungen handelt, fehlt es an der Bereitschaft für diese tägliche Arbeit.

Wärmepumpe mit Erdwärme, bei der die Sonden unzulässig zu dicht gesetzt wurden, sodass schon bei Unterschreiten von 10 °C Außentemperatur das Erdreich um die Sonden herum einfriert, auf einem Gehweg darüber Glatteis entsteht und Personenschäden gemeldet werden. Da die Sonden für die theoretisch maximal mögliche Leistung dimensioniert wurden, wurden diese natürlich in der Regel mit einer viel zu niedrigen Soletemperatur betrieben.

Der Plattenwärmeübertrager zur Übergabe der Wärme von der Wärmepumpe wurde mit einer Grädigkeit von über 10 K ausgelegt, sodass die Wärmepumpe stets mit einem ungünstigen Wirkungsgrad, als eigentlich erforderlich, arbeitet.

Abluftwärmepumpen, die die Fußbodenheizung versorgen sollen, wobei die über Außenluftdurchlässe im Wohnzimmer nachströmende Außenluft den Heizbedarf ganz wesentlich erhöht, und die Nachheizung durch den Tauheizkörper mit 80 % die Jahresheizleistung erbringt. Die Luft im Wohnzimmer ist natürlich unbehaglich, und es zieht

Außenluftwärmepumpe auf dem Dach, das Kondensat fließt einfach über die Dachfläche, wobei das Gebäude in einer kälteren Region steht, sodass im Winter das Dach eines großen Bürogebäudes wegen Glatteis kaum betreten werden kann.

Ich kann nur berichten, wir sind voll beschäftigt!

Reinhard Siegismund
17.11.2017

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