13. Februar 2018 Autor: Dr.-Ing. Manfred Stahl

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  • Schwedische Wärmepumpenbranche will Ausnahme von der F-Gase-Verordnung
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Schwedische Wärmepumpenbranche will Ausnahme von der F-Gase-Verordnung

Die schwedischen Hersteller wollen durch einen Ausnahmeantrag von den Beschränkungen der europäischen F-Gase-Verordnung befreit werden.

Mit rund 100.000 verkauften Wärmepumpen zählt Schweden zu den führenden Staaten in der EU. (Abb. TUBS/CC BY-SA-2.0-de)Mit rund 100.000 verkauften Wärmepumpen zählt Schweden zu den führenden Staaten in der EU. (Abb. TUBS/CC BY-SA-2.0-de) In einem Schreiben an die schwedische Umweltbehörde verweist der schwedische Wärmepumpenverband Svenska Kyl & Varmepumpföreningen (SKVP) auf extrem gestiegene Preise und Lieferschwierigkeiten von Kältemitteln. Durch die Verknappung von Kältemitteln auf Basis des Phase-down-Szenarios der F-Gase-Verordnung befinde man sich in einer sehr schwierigen Lage und fordert mehr Zeit zur Entwicklung von Wärmepumpen mit Gering-GWP-Kältemitteln. Man verweist darauf, dass die Hersteller von Wärmepumpen zwar Gering-GWP-Kältemittel als Alternativen (besonders zu R410A) untersucht haben, diese aber entzündbar oder brennbar sind und daher aufgrund aktuell geltender Verordnungen und Standards nur begrenzt einsetzbar sind. In seinem Antrag beruft sich der Verband auf den Artikel 15.4 der F-Gase-Verordnung, der wie folgt lautet:
"Die Kommission kann in Ausnahmefällen auf einen mit Gründen versehenen Antrag einer zuständigen Behörde eines Mitgliedstaats und unter Berücksichtigung der Ziele dieser Verordnung im Wege von Durchführungsrechtsakten eine befristete Ausnahme von bis zu vier Jahren genehmigen, wonach die Verwendung von teilfluorierten Kohlenwasserstoffen in bestimmten Anwendungen oder spezifischen Kategorien von Erzeugnissen oder Einrichtungen von der in Absatz 1 festgelegten Quotenregelung ausgenommen wird, sofern nachgewiesen wird, dass
a) es für diese spezifischen Anwendungen, Erzeugnisse oder Einrichtungen keine Alternativen gibt oder diese aus technischen oder sicherheitsbezogenen Gründen nicht genutzt werden können, und
b) eine ausreichende Versorgung mit teilfluorierten Kohlenwasserstoffen nicht sichergestellt werden kann, ohne dass unverhältnismäßige Kosten entstünden."

Anmerkung der Redaktion

Man darf auf eine Reaktion der EU-Kommission gespannt sein. Würde dem Antrag stattgegeben, könnte das eine Lawine quer durch die europäische LüKK auslösen und möglicherweise die F-Gase-Verordnung konterkarieren, denn Hersteller von Kälte- und Klimasystemen sowie Wärmepumpen in der EU haben letztendlich die gleichen Probleme und Herausforderungen wie ihre schwedischen Kollegen.

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