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10. November 2017 Autor: Sabine Andresen/co2online
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Weitere Daten und Hintergründe aus dem Heizspiegel

Wie hoch waren die durchschnittlichen Heizkosten 2016?
In einer durchschnittlichen 70 m² großen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus zahlten die Bewohner mit Erdgasheizung 2016 im Schnitt rund 800 €. In Wohnungen mit Heizölheizung waren es etwa 650 €, bei Fernwärme rund 950 €.

Warum ist der Heizenergie-Verbrauch 2016 gestiegen?
Grund für den leichten Verbrauchsanstieg ist die etwas kühlere Witterung im Jahr 2016. Der Anstieg fällt je nach Energieträger etwas anders aus: bei Erdgas um 1,5 %, bei Heizöl um 2,5 % und bei Fernwärme um 1 %.

Warum sind die Heizkosten gesunken, obwohl der Verbrauch gestiegen ist?
Die im Schnitt gesunkenen Heizkosten lassen sich auf die Veränderung der Energiepreise zurückführen. Vor allem die Heizölpreise sind 2016 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken: um 16 %. Erdgas und Fernwärme waren jeweils 4 % günstiger.

Prognose: Welche Heizkosten sind für das Abrechnungsjahr 2017 zu erwarten?
In erdgas- und fernwärmebeheizten Gebäuden werden die Heizkosten 2017 voraussichtlich nur moderat steigen – um etwa 2 %. Bewohner von Häusern mit Heizölheizung müssen mit einem Anstieg der Heizkosten um 10 %rechnen.

Wie wird die Prognose für 2017 berechnet?
Die Prognose für 2017 berücksichtigt wetterbedingte Veränderungen und die Entwicklung der Energiepreise. Die Temperaturen in der Heizperiode 2017 werden im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 3,5 % niedriger sein. Die mittleren Energiepreise entwickeln sich aus aktueller Sicht unterschiedlich: Bei Erdgas und Fernwärme sind die Preise 2017 um 1 bis 1,5 % gesunken. Heizöl verzeichnet hingegen einen Anstieg um rund 10 %.

Welchen Einfluss haben die Emissionswerte der Energieträger auf die CO2-Emissionen eines Gebäudes?
Die Energieträger Erdgas, Heizöl und Fernwärme haben unterschiedliche CO2-Emissionswerte. Das heißt: Pro Kilowattstunde erzeugter Energie entsteht je nach Energieträger unterschiedlich viel klimaschädliches CO2. Bei Erdgas sind es 0,25 KG, bei Heizöl 0,319 KG und bei Fernwärme 0,261 KG. Heizölheizungen schneiden hier also vergleichsweise schlecht ab. Hinzu kommt, dass ölbeheizte Häuser im Schnitt älter sind als Häuser mit Erdgas- oder Fernwärmeheizung und deshalb oft einen relativ hohen Verbrauch haben.

Was ist die „Vergleichswohnung“?
Als Vergleichswohnung wird hier eine 70 m² große Wohnung bezeichnet, die in einem 501 bis 1.000 m² großen Mehrfamilienhaus mit Erdgasheizung liegt.

Wie wird die Spanne der Heizkosten berechnet?
Die Spanne der Heizkosten ergibt sich aus einem Vergleich der Heizspiegel-Kategorien „niedrig“ und „zu hoch“. Dabei werden die in der jeweiligen Kategorie angegebenen Kosten pro m² mit 70 multipliziert (70 m² beträgt die Größe der Vergleichswohnung). Für das Abrechnungsjahr 2016 ergeben sich folgende Spannen: für Erdgas 550 bis 1.200 €, für Heizöl 500 bis 900 € und für Fernwärme 650 bis 1.400 €.

Über den Heizspiegel für Deutschland und seine Vergleichswerte
Der Heizspiegel für Deutschland ist ein Projekt von co2online, unterstützt durch „Mein Klimaschutz“ im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Er entsteht in Kooperation mit dem Deutschen Mieterbund und wird seit 2005 jedes Jahr von co2online realisiert.
Der Heizspiegel lässt sich auf Wohngebäude anwenden, die zentral mit Erdgas, Heizöl oder Fernwärme beheizt werden. In den Vergleichswerten sind die Anteile für Raumwärme (Heizen) und für die Warmwasserbereitung enthalten. Für den Heizspiegel 2017 hat co2online rund 60.000 Gebäudedaten zentral beheizter Wohngebäude aus ganz Deutschland ausgewertet.

 

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Artikelnummer: cci63132

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