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1. Mai 2017 Autor: Martin Becker und Peter Knoll

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Nachhaltiges Planen, Bauen und Betreiben durch Einsatz von Gebäudeautomation, Teil 2: Der idealisierte Planungsablauf von Gebäudeautomation

Beim Betrieb von Gebäuden kann die Gebäudeautomation Energie einsparen, indem die Energieeffizienz der Anlagen und die Effizienz der Energienutzung in den Räumen kontinuierlich beobachtet (Energiemonitoring) und erhöht werden. Gleichzeitig muss die Gebäudeautomation dabei aber die primären Nutzungsanforderungen, wie Raumklima oder Sicherheit, und Nutzungsaspekte, wie Komfort, einfache Bedienung oder Nutzerzufriedenheit, möglichst effizient erfüllen.
Um diese – zum Teil gegenläufigen – Ziele zu erreichen, ist es notwendig, eine möglichst standardisierte und strukturierte Vorgehensweise von der Planung über die Ausführung und Inbetriebnahme bis hin zum Betrieb von Gebäuden einzuhalten. Der folgende Beitrag soll die Basis für eine gewerkeübergreifende, auf den Bedarf bzw. die Nutzung angepasste Gebäudeautomation liefern. Hierbei steht insbesondere die Planung im Vordergrund.
Der Beitrag thematisiert die heutige und künftige Planung, Ausführung und den Betrieb von Gebäudeautomation an der Schnittstelle von Auftraggeber (Bauherr, Investor, Betreiber) und Auftragnehmern (Planer, ausführendes Unternehmen) und unterbreitet Vorschläge für eine Verbesserung der heutigen Planungsprozesse. Teil 2 des Beitrags befasst sich mit dem idealisierten Planungsablauf von Gebäudeautomation.

Idealisierter Planungsablauf der Gebäudeautomation

Hinweis: Teil1 ist unter der Artikelnummer cci56084 zu finden.

Abbildung 6: Übersicht zu einem idealisierten Planungsablauf (zum Vergrößern aufs Bild klicken)Abbildung 6: Übersicht zu einem idealisierten Planungsablauf (zum Vergrößern aufs Bild klicken)
Abbildung 6 zeigt einen idealisierten Planungsablauf. Als Basis für eine Bewertung der Gebäudeautomation muss zunächst eine klare Definition der zu realisierenden Funktionen zusammen mit dem Bauherrn erarbeitet werden. Als Grundlage kann hierbei die Bedarfsplanung nach DIN 18205 "Bedarfsplanung im Bauwesen" verwendet werden, um den konkreten Bedarf des Bauherrn systematisch zu ermitteln. Da diese Phase von großer Bedeutung ist, werden in den folgenden Abschnitten die einzelnen Möglichkeiten beschrieben, die zu einer Entscheidungsfindung herangezogen werden können. Nach erfolgter Bedarfsplanung sollte der Prozess weiter strukturiert fortgeführt werden. Da die Realität zeigt, dass solch ein strukturierter Prozess schwierig zu realisieren ist, wird nachfolgend der „idealisierte Planungsablauf“ gemäß Abbildung 6 näher beschrieben. Prinzipiell ist es sinnvoll, diesen idealisierten Planungsprozess für Gebäudeautomation möglichst standardisiert und systematisch durchzuführen.

Zunächst findet in Abstimmung mit dem Auftraggeber die Funktionsdefinition statt. Dies bedeutet, dass zunächst definiert werden muss, welche Funktionen umgesetzt werden sollen. Als Basis kann die DIN EN 15232 "Energieeffizienz von Gebäuden - Einfluss von Gebäudeautomation und Gebäudemanagement" mit den GA-Effizienzklassen A, B und C verwendet werden. Dies ist damit Teil des Lastenhefts. Wenn die Effizienzklassen A oder B nach EN 15232 vorgesehen werden, ist es erforderlich, dass ein dedizierter GA-Fachplaner beauftragt wird, der die Kostengruppe 480 mit allen Gebäudeautomationsfunktionen nach dem in Abbildung 4 (in Teil 1) dargestellten Bauprozess plant. Nach dieser Festlegung findet die Detaillierung der Funktionen statt. Dies erfolgt zum einen durch die verbale Beschreibung und zum anderen durch formale Beschreibungsmittel wie Ablaufdiagramm und Zustandsgraph, um eine möglichst eindeutige Beschreibung der jeweiligen Funktion zu erhalten. Dies entspricht der Erstellung eines Pflichtenhefts, wie die technische Umsetzung erfolgen soll.

(weiter auf Seite 2)

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Artikelnummer: cci56316

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