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4. März 2020 Autor: Jürgen Dorenburg

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  • Hallenlüftung nach Anhaltswerten - die diskrete Art der Geldverbrennung
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Hallenlüftung nach Anhaltswerten - die diskrete Art der Geldverbrennung

In den für die Hallenlüftung wesentlichen Richtlinien VDI 2262 Blatt 3 „Luftbeschaffenheit am Arbeitsplatz“ und VDI 3802 Blatt 1 „RLT-Anlagen für Fertigungsstätten“ wird ausdrücklich gefordert, die Auslegung der Lüftung von Produktionshallen nach fortzuführenden Stoff- und/oder Wärmelasten vorzunehmen. Die Praxis bietet leider ein anderes Bild. Hier trifft man häufig auf Abschätzungen nach Anhalts- oder Erfahrungswerten aus der Fachliteratur.

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Artikelnummer: cci84787

Kommentare (4):

Irgendwie verstehe ich die Ausführungen des Autors nicht. Was soll hier eigentlich vermittelt werden? Am Ende ist man immer schlauer. Wenn eine Produktionshalle in Betrieb ist, ist es keine Kunst, eine passende Anlage auszulegen.
Die Planung beginnt aber bekanntlich mit einem leeren Blatt Papier oder einem leeren Bildschirm. Meist fehlen auch noch detaillierte Angaben des Nutzers!
Was passiert eigentlich, wenn nach einem Jahr festgestellt wird, dass die Anlage leistungsmäßig überfordert ist?
Also ist es doch sinnvoll, eine Anlage bedarfsgeführt zu planen und
auszulegen, mit der man eine Bandbreite von 70 bis 130 % bedienen kann. Die Anlage wird quasi modulierend betrieben.
Wo wird dann Energie verbrannt?
Fazit für mich: Der Beitrag ist nur theoretisch, und somit mit Vorsicht zu verwenden.
Helmut Gosert 06.03.2020
Die Modulierung der Luftleistung einer RLT-Anlage geht von einem Nennwert aus. Ist dieser überdimensioniert, bleibt die Überdimensionierung über den gesamten Modulationsbereich anteilmäßig erhalten. Damit wird auch bei modulierender Betriebsweise Energie verbrannt. Vermeiden lässt sich das nur, wenn der Nennwert das Ergebnis einer genauen Berechnung ist.

Jürgen Dorenburg, Rottenburg
09.03.2020
Guter Artikel! Ja - mit den Hallenlüftungen werden viele energetisch fatale Fehler begangen, so möchte ich von einem Fall berichten, der sicher keinen Einzelfall darstellt:
Eine Halle für Wasseraufbereitung einer Halbleiterfabrik mit Umgekehrter-Osmose-Anlage hatte auch Behälter zur Wasser-Konditionierung mit Salzsäure und Natronlauge. Wegen dieser Behälter musste die riesige Halle einen 10-fachen Luftwechsel haben. D. h. auf einer Seite die auf 18 °C aufgewärmte Luft rein, auf der anderen Seite raus. An Rekuperation hat man wegen der Kosten nicht gedacht. Ich fragte mich als Automatisierer, ob die Behälter wirklich in der Halle stehen müssen. Eine Recherche erbrachte, dass beide Flüssigkeiten problemlos in einem offenen Verschlag im Freien stehen können. Damit konnte der Luftwechsel auf 3-fach reduziert werden. Das sparte damals 1978 ca. 400.000 DM p.a. Ich bekam von meinem Arbeitgeber ca. 38.000 DM als Prämie für den Vorschlag und eine Ehrung vom Werkleiter. Also: kritisches Nachdenken lohnt sich!

Hans Kranz
12.03.2020
Grundsätzlich finde ich die Ausführungen in dem Bericht gut und die Ansätze zur Energieeinsparung theoretisch richtig.
Leider zeigt sich in der Praxis, dass das Personal in großen Hallen eher über Behaglichkeitsproblem klagt:
- zu warm
- es zieht
- schlechte Luftqualität
- ...

Nach unserer Erfahrung funktionieren Hallen meist nur, wenn diese überdimensioniert ausgelegt und gebaut wurden. Denn meist sind die technischen Anlagen mangelhaft in Betrieb genommen worden, die Luftverteilung ist ungenügend eingestellt, der hydraulische Abgleich fehlt, die Mess- und Regeltechnik funktioniert nur suboptimal. Ein Optimierungsprozess beim Betrieb fehlt immer.
Wenn nun also keine Überdimensionierung der Anlagentechnik erfolgt, ist das Ergebnis noch verheerender.
Was ich damit ausdrücken möchte, ist: Wenn richtig dimensionierte Anlagentechnik funktionieren soll, kann diese nur effizient und funktionell betrieben werden, wenn diese auch über alle technischen Gewerke in Betrieb genommen wurden und eine Optimierungsphase erfolgt ist. Und diesen Fall haben wir leider fast noch nie gesehen (Erfahrung aus ca. 11.000 messtechnisch untersuchte Anlagen der TGA-Technik).

Detlef Malinowsky
12.03.2020

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